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Vom 12. bis zum 15. November 2015 fand die 10. Tagung des Netzwerks „Diversität und Partizipation“ im Rathaus des 18. Bezirks sowie im Lieu d’Accueil Innovant der Stadt Paris statt.

Im Rahmen dieser 10. Tagung trafen sich die Mitglieder des Netzwerks, um gemeinsam zum Thema „Diversität und Partizipation fördern: Aktuelle Herausforderungen für die internationale Jugendarbeit“ zu arbeiten.

Jubiläum: Rückblick & Vorschau auf die aktuellen und zukünftigen Schwerpunkte

Aufgrund der Anschläge vom Paris am 13. November fand das 10-jährige Jubiläumstreffen des Netzwerks „Diversität und Partizipation“ in abgeänderter Form statt.

Nach einer feierlichen Eröffnung mit circa 120 Personen durch die Generalsekretäre des DFJW, Béatrice Angrand und Dr. Markus Ingenlath sowie Cédric Dawny, Vertreter des 18. Arrondissement, zuständig für Jugend, und Adji Ahoudian, stellvertretender Bürgermeister des 19. Arrondissement, zuständig für Stadtentwicklung wurde die Arbeit der letzten 10 Jahre und die aktuelle Situation des Netzwerks „Diversität und Partizipation“ durch eine Filmvorführung und die Beiträge von Borris Diederichs, Projektbeauftragter Diversität und Partizipation beim DFJW, und Florian Fangmann, Geschäftsführer des Centre Francais de Berlin, dargestellt.

Während des darauffolgenden Weltcafés zum Thema „Diversität und Partizipation fördern: Aktuelle Herausforderungen für die internationale Jugendarbeit“ in Anwesenheit von Dr. Markus Ingenlath und Béatrice Angrand (DFJW), Christel Hartmann-Fritsch (Stiftung Genshagen), Mireille Gras (Erasmus + Jugend in Aktion), Thibaud Bry (Europäisches Forum für Menschen mit Behinderung (CFHE)), Jouanna Hassoun (MILES und ehrenamtlich aktiv in der Flüchtlingsarbeit), Julie Bois und Benoit Gobin (SOS-Homophobie), Marie Krumpe Goldsztejn („Feminismus wagen!“) konnten sich die Mitglieder des Netzwerks mit den Experten austauschen.

In den vier thematischen Workshops am Freitag, dem 13. November diskutierten die Mitglieder des Netzwerks am Vormittag über aktuelle Entwicklungen und Methoden:

  • Wie kann man das vielseitige Thema Geschichte und Erinnerung in den interkulturellen Jugendbegegnungen angehen?
  • Kritischer Konsum: wie können junge Menschen befähigt werden, selbstbestimmt in der Konsumgesellschaft zu handeln?
  • Welche pädagogische Antwort auf die Frage „Ich bin Charlie / Ich bin nicht Charlie“?
  • Junge Menschen, die Gentrifizierung ihres Viertels und die internationale Jugendarbeit

Und auch die Projektbesuche am Nachmittag vermittelten einen wertvollen Einblick in die Jugendarbeit vor Ort:

  • Die Stadt Clichy-sous-Bois
  • Musikalisches Zentrum Fleury Goutte d’Or
  • LGBT* Zentrum Paris-Île-de-France
  • 104 – Kunst- und Kulturfabrik
  • Sozialzentrum Riquet
  • der Platz Saint Bernard-Saïd Bouziri – Ein Symbol im Kampf für die Rechte von Migrant/-innen
  • Hausboot „die große Fantasie“

Etwa 80 Mitglieder des Netzwerks waren beim Freundschaftsspiel Frankreich-Deutschland im Stade de France. Alle konnten nach dem Spiel körperlich unversehrt in die Unterkünfte beziehungsweise nach Hause zurückkehren.

Programm-Änderungen nach den Anschlägen in Paris

Am Morgen des 14. November trafen sich zunächst alle Netzwerkmitglieder, um über das weitere Vorgehen zu diskutieren. Es wurde beschlossen, dass Treffen in einer angepassten Form weiterzuführen.

Aufgrund der Tatsache, dass das Rathaus des 18. Bezirks geschlossen blieb, wurde die Arbeit am Nachmittag in den Räumlichkeiten des Vereines „Les Poussières“ in Aubervilliers fortgesetzt. In Form eines Open Space wurden die Attentate des Vortages und Reaktionsmöglichkeiten darauf diskutiert, der Verein „Atelier Kuso“ besucht, Workshops und Projektbesuche ausgewertet und Aktualitäten aus dem DFJW und dem Centre Francais de Berlin vorgestellt. Anschließend stellte die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus ihre methodischen Ansätze vor. Zum Abschluss des Tages fand wie geplant eine Tanz- und Livepaintperformance des Vereins GDO (Gread dancers overflow Bobigny) statt.

L1001731 Copyright Bocheinski

Das denkwürdige 10. Jubiläum des Netzwerks wurde am 15. Dezember mit einer Projektbörse und dem Ausblick ins nächste Jahr beendet. Trotz vieler Diskussionen waren sich alle Teilnehmenden in einem Punkt einig: Jetzt erst recht!