{"id":12184,"date":"2022-06-03T11:36:53","date_gmt":"2022-06-03T09:36:53","guid":{"rendered":"https:\/\/centre-francais.de\/?p=12184"},"modified":"2022-08-22T17:21:41","modified_gmt":"2022-08-22T15:21:41","slug":"paris-berlin-gleicher-kampf-ein-deutsch-franzoesischer-austausch-der-zivilgesellschaft-rund-um-die-praxis-des-urban-gardening-19-05-24-05-2022-paris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centre-francais.de\/de\/paris-berlin-gleicher-kampf-ein-deutsch-franzoesischer-austausch-der-zivilgesellschaft-rund-um-die-praxis-des-urban-gardening-19-05-24-05-2022-paris\/","title":{"rendered":"Paris-Berlin gleicher Kampf? Ein deutsch-franz\u00f6sischer Austausch der Zivilgesellschaft rund um die Praxis des Urban Gardening 19.05-24.05.2022, Paris"},"content":{"rendered":"<p><strong>Paris-Berlin gleicher Kampf? Ein deutsch-franz\u00f6sischer Austausch der Zivilgesellschaft rund um die Praxis des Urban Gardening 19.05-24.05.2022, Paris<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist mehr als f\u00fcnf Jahre her, dass das Centre Fran\u00e7ais de Berlin zusammen mit seiner Nachbarschaft die verr\u00fcckte Idee hatte, auf einem Teil seines Parkplatzes im Norden Berlins entlang der M\u00fcllerstra\u00dfe einen Garten anzulegen: Rote Beete. Die Spezialisierung des CFBs auf die Organisation und Durchf\u00fchrung internationaler Jugendbegegnungen lie\u00df nicht sofort vermuten, dass urbanes G\u00e4rtnern zu den Aktivit\u00e4ten geh\u00f6ren k\u00f6nnte, die an diesem atypischen Ort angeboten werden, und doch ? Es gibt nichts Besseres, als jungen Europ\u00e4er*innen praktische Aktivit\u00e4ten anzubieten, damit sie durch ihre K\u00f6rper und die konkrete Umsetzung ihrer buntesten und wildesten Ideen sp\u00fcren, was es bedeutet, sich zu engagieren, aktiv an einem Paradigmenwechsel in Bezug auf die Umwelt und den sozialen Raum teilzunehmen und schlie\u00dflich in der Idee best\u00e4rkt zu werden, dass der notwendige Wandel nicht vom Himmel fallen muss, sondern dass &#8222;ich, der\/die Jugendliche, der\/die Akteur*in sein kann&#8220;.<br \/>\nDenn einen K\u00fcbel Erde zu designen, ihn zu bauen, zu dekorieren, zu f\u00fcllen und Samen hineinzulegen, die dann wachsen, ist eine M\u00f6glichkeit, den Keim f\u00fcr die Zukunft (in der Stadt und in den K\u00f6pfen) zu legen und seine Spuren in der Gegenwart zu hinterlassen. Urban Gardening ist in der Tat ein sehr sch\u00f6nes und einfaches Mittel, um eine Gruppe um eine gemeinsame Aufgabe zu versammeln, um Dialog, Zusammenarbeit, Verst\u00e4ndigung und Kommunikation zu erm\u00f6glichen, die durch fast universelle Werkzeuge erleichtert werden und auf diese Weise jedem\/jeder die M\u00f6glichkeit geben, sich in verschiedenen und vielf\u00e4ltigen, manchmal unerwarteten Formen auszudr\u00fccken&#8230; verborgene Talente oder manchmal auch die Teilnehmenden selbst, werden zum Leben erweckt und hinterlassen ihre Spuren.<br \/>\nUnd diese Spuren der internationalen Jugendlichen, die sich in Berlin aufhalten, bleiben nicht ohne Nutzen, ganz im Gegenteil: Es ist die Kraft\/St\u00e4rke der deutsch-franz\u00f6sischen und europ\u00e4ischen Bewegung, dass sie das Internationale mit dem Lokalen in Verbindung zu bringen! Denn wenn die Jugendlichen eine Woche oder auch nur einen Nachmittag lang Spa\u00df hatten, m\u00fcssen die Fr\u00fcchte ihrer Arbeit der lokalen Gemeinschaft zugute kommen. Diese\/Letztere \u00fcbernehmen anschlie\u00dfend den erstellten K\u00fcbel oder die Dekoration indem sie sie in ihre eigenen Bem\u00fchungen einbauen und bringen somit das gemeinsame Projekt voran. Die St\u00e4rke internationaler Gruppen erm\u00f6glicht es, beeindruckende Ergebnisse zu erzielen f\u00fcr die eine lokale Gemeinschaft mehr Zeit ben\u00f6tigt h\u00e4tte. Und wie wir wissen, ziehen Masse und Farbe Masse und Farbe an, so dass das lokale Projekt eine sehr interessante Anziehungskraft und Motivation erreicht\/entfaltet, die es erm\u00f6glicht, immer mehr Menschen mit sehr unterschiedlichen sozialen Backgrounds\/aus sehr unterschiedlichen sozialen Milieus und Lebensl\u00e4ufen anzuziehen. Es ist vergleichbar mit einer bunten Wimpelkette, die an einer einzigen Schnur befestigt ist und sie alle durchzieht: die Lust, gemeinsam zu g\u00e4rtnern und die Welt neu zu gestalten. Der gleiche Prozess, der bei den Jugendlichen stattgefunden hat &#8211; Kooperation, Kreativit\u00e4t, Abstimmung, Neugestaltung des \u00f6ffentlichen Raums, gelebte Demokratie in einem kleinen, aber nicht weniger repr\u00e4sentativen Bereich des sozialen Raums und schlie\u00dflich non-formale Bildung (durch die Praxis und die Gruppe) \u2013 wird nun auch bei den erwachsenen G\u00e4rtner ausgel\u00f6st und der Kreis schlie\u00dft sich somit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12167 aligncenter\" src=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_094624-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"665\" srcset=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_094624-scaled.jpg 1920w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_094624-225x300.jpg 225w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_094624-768x1024.jpg 768w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_094624-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_094624-1536x2048.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><\/p>\n<p>Ist der Kreis wirklich geschlossen? Ja, aber vielleicht ist eine Umkehrung des Kreises m\u00f6glich und w\u00e4re von Vorteil? Was, wenn die Gartenaktivist*innen ebenfalls in den Austausch gehen und sich mit den Praktiken des urbanen G\u00e4rtnerns auf der anderen Seite des Rheins auseinandersetzen w\u00fcrden? Dies ist die Challenge, der sich das CFB mit seinem Partner Graine de Jardins Paris auf der Grundlage ihrer jeweiligen Erfahrungen im Bereich des Austauschs und des Aktivismus in Gemeinschaftsg\u00e4rten gestellt hat, zun\u00e4chst online im Juni 2021 und dieses Jahr in Form einer Pr\u00e4senzveranstaltung vom 19. bis 24. Mai 2022: Anl\u00e4sslich des 35-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Partnerschaft zwischen den St\u00e4dten Berlin und Paris einen Austausch von Gartenaktivist*innen aus 7 Berliner Gemeinschaftsg\u00e4rten zu organisieren, die jeweils 2 Vertreter*innen pro Garten entsenden, d.h. 14 Personen, die auf 6 Pariser G\u00e4rten treffen, um sich in (der Stadt) Paris zu treffen, zu besuchen, sich auszutauschen, Horizonte zu erweitern und sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene zusammenzuwachsen und zu solidarisieren.<br \/>\nTats\u00e4chlich ist es immer ein latenter Traum des CFBs gewesen, den Mitgliedern des Gartens Rote Beete und somit der Zivilgesellschaft internationale Mobilit\u00e4t zu erm\u00f6glichen, denn das Know-how war in diesem Kontext bereits vorhanden. Au\u00dferdem sind wir davon \u00fcberzeugt, dass der deutsch-franz\u00f6sische Austausch einem m\u00f6glichst breiten Publikum zugute kommen muss.<\/p>\n<p>Die Antwort der Pariser und Berliner Gemeinschaftsg\u00e4rten lie\u00df nicht lange auf sich warten und nach monatelanger Vorbereitung sitzen nun Vertreter*nnen der G\u00e4rten Rote Beete, Wilde 17, Ton Steine G\u00e4rten, Prinzessinnen Garten Kollektiv, KubiZ Garten, Kiezgarten Schliemannstrasse und Allmende Kontor im Alter von 25 bis 70 Jahren im Zug, um ihre Pariser Kolleg*innen zu treffen. F\u00fcr sie ist es eine Art &#8222;Klassenfahrt&#8220;. Sie bel\u00e4cheln die Erfahrung des gemeinsamen Reisens, freuen sich aber mindestens genauso sehr darauf! Die meisten sind zutiefst dankbar f\u00fcr diese &#8222;einmalige Chance&#8220; einer f\u00fcr sie organisierten Reise, f\u00fcr normale, aber leidenschaftliche B\u00fcrger*innen, die sich seit langem ehrenamtlich engagieren und keine Gegenleistung erwarten, au\u00dfer aber, dass ihre Projekte wachsen und bl\u00fchen und vor allem, angesichts der Ver\u00e4nderungen in der Metropole Berlin, bestehen bleiben.<br \/>\nAuf dem Programm standen also der Besuch von sechs (der 150) Gemeinschaftsg\u00e4rten, die sich gr\u00f6\u00dftenteils im 18., 19. und 20. Arrondissement befinden, Pr\u00e4sentationen (von G\u00e4rtner\/in zu G\u00e4rtner\/in) der Strukturen, in denen die G\u00e4rten angesiedelt sind, die ausgew\u00e4hlt wurden, um die ebenso unterschiedlichen wie relevanten Situationen, die Soziologien der Viertel zu veranschaulichen, Begegnungen mit lokalen Politikern, die Begegnung mit der Pariser Verwaltung, die f\u00fcr das Programm &#8222;Main Verte&#8220; (Gr\u00fcner Daumen) zust\u00e4ndig ist, die Entdeckung des Netzwerks von Graine de Jardins, eine deutsch-franz\u00f6sische Debatte \u00fcber die Herausforderungen des urbanen G\u00e4rtnerns, gutes Essen, selbstorganisierte Picknicks, ein partizipativer Mosaik-Workshop, der Bau von Sozialwohnungen f\u00fcr Wildbienen, gesellige Aperitive. Sch\u00f6ne Gelegenheiten, um ein Maximum an Fragen, Inspirationen, Bildern und generell Wertsch\u00e4tzung zu sammeln, die in beide Richtungen gehen, aber auch f\u00fcr die Pariser G\u00e4rten, die ebenfalls eingeladen sind, diese Gelegenheit zu nutzen, um sich gegenseitig zu besuchen und die lokalen Beziehungen zu festigen, etwas, das nicht immer selbstverst\u00e4ndlich ist, wenn man in seine eigenen Problematiken und seine w\u00f6chentlichen Aktivit\u00e4ten als Stadtg\u00e4rtnerverein vertieft ist: in diesem Punkt k\u00e4mpfen Paris-Berlin auf gleiche Weise! Dies ist \u00fcbrigens einer der Punkte, der die Berliner Teilnehmenden am meisten beeindruckt zu haben scheint: sich bewusst zu werden, dass die Aktionen auf der Grundlage eines geschlosseneren Berliner Netzwerks getragen werden sollten. Sich daran zu erinnern, dass es andere Initiativen gibt, die uns \u00e4hneln, und dass die Diskussion mit ihnen Mut macht und erm\u00f6glicht, die Probleme auf pluralistische und somit umfassendere Weise zu verstehen und so zu versuchen, wie eine Gewerkschaft Einfluss auf die Politik zu nehmen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12170 aligncenter\" src=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_123635-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"793\" height=\"595\" srcset=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_123635-scaled.jpg 2560w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_123635-300x225.jpg 300w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_123635-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_123635-768x576.jpg 768w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_123635-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220521_123635-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 793px) 100vw, 793px\" \/><\/p>\n<p>Interkulturalit\u00e4t in all dem? Ein Gedanke, den wir hier gerne teilen m\u00f6chten und der sich immer wieder best\u00e4tigt, ist, dass man sehr oft erst dann Klarheit \u00fcber die eigene Situation erlangt und Abstand gewinnen kann, wenn man von zu Hause weggeht und seine Realit\u00e4t hinter sich l\u00e4sst. Dies geschieht auch durch die Begegnung mit dem\/der Anderen, sei es auf der anderen Seite der Grenze oder im Bezirk nebenan, die es uns erm\u00f6glicht, uns unserer Selbst bewusst zu werden, zu erkennen, was uns zu dem\/der macht, der\/die wir sind, und zwar sowohl durch einen positiven Vergleich (&#8222;aha, im Vergleich zu ihnen sind wir gar nicht so schlecht, Ich h\u00e4tte das nicht gedacht&#8220;), als auch durch die Stolpersteine, die wir \u00fcberwinden m\u00fcssen (&#8222;Das ist ja interessant, dass sie das so geregelt haben, wie kommt es, dass wir es uns so schwer gemacht haben&#8220;).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12173 aligncenter\" src=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220520_154259-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"726\" height=\"544\" srcset=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220520_154259-scaled.jpg 2560w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220520_154259-300x225.jpg 300w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220520_154259-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220520_154259-768x576.jpg 768w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220520_154259-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220520_154259-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 726px) 100vw, 726px\" \/><\/p>\n<p>Hier ist eine der vielen Erkenntnisse, die wir aus diesem Austausch gezogen haben: Ein starkes Netzwerk zwischen den G\u00e4rten und auch zwischen den Vereinen auf lokaler Ebene sind der Schl\u00fcssel zur Widerstandsf\u00e4higkeit der G\u00e4rten. Allein k\u00f6nnen die G\u00e4rten nicht auf alle Herausforderungen reagieren, denen sie sich stellen m\u00fcssen (Umwelt, Soziales, Humanressourcen), angefangen bei dem Umgang mit der Stadtpolitik, die die Grundlage f\u00fcr ihr Dasein ist, einer Existenz in Frieden.<br \/>\nAuch haben die Berliner G\u00e4rten dank des Vortrags von Karina Pr\u00e9vost (Leiterin der Abteilung Urban Gardening) und des Besuch des Maison du Jardinage (Parc de Bercy) sowie der Vorstellung des Vereins Graine de Jardins durch Laurence Baudelet, der 2001 gegr\u00fcndet wurde und Pionierarbeit bei der Entwicklung des Programms &#8222;Main Verte&#8220; (2003) geleistet hat, wertvolle Informationen erhalten. Das Programm \u201eMain Verte\u201c ist eine zwischen der Zivilgesellschaft und den Stadtverwaltungen entwickelte Stadtpolitik, die es letzteren erm\u00f6glicht, Grundst\u00fccke und Ressourcen f\u00fcr Gartenvereine zur Verf\u00fcgung zu stellen, die sich verpflichten, einem standardisierten und in der Summe eher flexiblen und weit gefassten Pflichtenheft zu entsprechen. Zum Vergleich: Der Berliner Senat hat 2020 eine Reflexionsgruppe ins Leben gerufen, die ein \u00e4hnliches &#8222;Gemeinschaftsgartenprogramm&#8220; erarbeiten soll, um die Entwicklung von G\u00e4rten zu f\u00f6rdern sowie die bereits (seit manchmal mehr als 20 Jahren!) Bestehenden zu sichern. Dieser Gesetzesentwurf befindet sich derzeit, 2022, in der Konsultation des Senats.<br \/>\nParis, eine der am dichtesten besiedelten und bebauten St\u00e4dte Europas, ist in dieser Hinsicht 20 Jahre weiter als Berlin \u2013 unglaublich. Eine Stadt\/Ein Paris, das seinerseits erlebt hat, wie G\u00e4rten; die meist von Aktivisten*innen getragen werden, die sich f\u00fcr eine gr\u00fcnere Stadt einsetzen, aber vor allem brachliegende und verlassene Fl\u00e4chen besetzen wollen, um dort soziale Experimente durchzuf\u00fchren; \u00fcberall ohne jegliche institutionelle Unterst\u00fctzung aufbl\u00fchen und daher st\u00e4ndig in ihrer Existenz bedroht sind, da sich die Stadt in rasantem Tempo ver\u00e4ndert und immer dichter wird.<br \/>\nWas w\u00fcnschen wir uns als Lebensraum Stadt? Welche Stadt werden wir unseren Kindern hinterlassen? Wie k\u00f6nnen wir den sozialen Zusammenhalt in den Stadtvierteln f\u00f6rdern und den J\u00fcngsten ein vern\u00fcnftiges Umweltbewusstsein vermitteln? Wer gestaltet den \u00f6ffentlichen Raum und macht ihn lebenswert und f\u00fcr alle zug\u00e4nglich? Dies sind die Fragen, die von der Stadtpolitik gestellt werden k\u00f6nnen und m\u00fcssen, wobei den aktivistischen Bewegungen, die die Projekte der Gemeinschaftsg\u00e4rten tragen, ein gewisser Spielraum und Authentizit\u00e4t gelassen werden muss!<br \/>\nDies sind auch die Fragen, die wir uns unter anderem in dieser Woche gemeinsam mit den Pariser*innen gestellt haben und die wir vom 29. September bis zum 4. Oktober bei ihrem Besuch in Berlin vertiefen werden!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12179\" src=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_173209-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"505\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_173209-scaled.jpg 2560w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_173209-300x225.jpg 300w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_173209-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_173209-768x576.jpg 768w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_173209-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_173209-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 505px) 100vw, 505px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12176\" src=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_172743-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"504\" height=\"378\" srcset=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_172743-scaled.jpg 2560w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_172743-300x225.jpg 300w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_172743-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_172743-768x576.jpg 768w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_172743-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220522_172743-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 504px) 100vw, 504px\" \/><\/p>\n<p>Unsere Antwort lautet also: Es ist von Vorteil und sogar w\u00fcnschenswert, dass auch die Zivilgesellschaft die M\u00f6glichkeit hat, zu reisen und sich zu treffen, sich auszutauschen und ihren Fokus zu erweitern, um ihre Arbeit zu verankern und zu vertiefen. Die Kombination aus lokalen Projekten, die von internationalen Projekten unterst\u00fctzt werden, und internationalen Projekten, die f\u00fcr lokale Projekte entwickelt wurden, hat ein enormes Potenzial, das so weit wie m\u00f6glich getragen werden muss, damit m\u00f6glichst viele Menschen davon profitieren k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Das gesamte Projekt wird in einem Dokumentarfilm der Anthropologin Violeta Ramirez dokumentiert, der \u00fcber unseren Austausch und die besuchten G\u00e4rten und ihre Geschichten berichtet.<\/p>\n<p>Wir danken dem Deutsch-Franz\u00f6sischen B\u00fcrgerfonds und dem Edible Cities Network Berlin f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung, ohne die dieses Projekt nicht m\u00f6glich w\u00e4re, sowie den St\u00e4dten Paris und Berlin f\u00fcr ihre Beteiligung an der Umsetzung des Projekts und nat\u00fcrlich unseren Freund*innen in den Gemeinschaftsg\u00e4rten auf der ganzen Welt! Gemeinsam sind wir die Architekt*innen und Akteur*innen von sozialen, \u00f6kologischen, p\u00e4dagogischen, n\u00e4hrenden und vielen weiteren Experimentierfeldern! Wir danken auch dem Land Berlin f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Alexandre Bocage, Projektbeauftragter f\u00fcr internationale Projekte und lokale Entwicklung im Centre Fran\u00e7ais de Berlin gGmbH<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12182 aligncenter\" src=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220524_083847-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"866\" height=\"649\" srcset=\"https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220524_083847-scaled.jpg 2560w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220524_083847-300x225.jpg 300w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220524_083847-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220524_083847-768x576.jpg 768w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220524_083847-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/centre-francais.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/IMG_20220524_083847-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 866px) 100vw, 866px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paris-Berlin gleicher Kampf? 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