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Fête des Francophonies 2026: Das Centre Français de Berlin feiert die Vielfalt der frankophonen Welt

 

28.03.2026

 

 

Drei Stimmungen, tausend Entdeckungen: die Petite Fête im CFB!


Am Samstag, den 28. März 2026, strömte eine große Anzahl fröhlicher Menschen ins Centre Français de Berlin – getragen von einer gemeinsamen Neugier auf die Frankophonie. Ab 16 Uhr verwandelte sich das CFB bei einem afrikanischen Tanzworkshop des Choreografen Ahmed Soura in eine Tanzfläche. Die Luft vibrierte von Percussion, Balafon-Klängen und dem Lachen der Teilnehmenden, die sich an den Rhythmen afrikanischer Musik versuchten.

Der Startschuss für die Fête war gefallen, und die Besucher*innen konnten außerdem gemeinsam mit Oumar (Vertreter des Afrika Hauses Berlin) die Geschichte des Afrikanischen Viertels in Berlin entdecken – begleitet von Anekdoten über den ehemaligen französischen Sektor Berlins, das kulturelle Leben und lokale Initiativen. Dieser immersive Spaziergang machte erfahrbar, wie die Frankophonie Verbindungen zwischen Communities geprägt hat, und führte zugleich zu symbolträchtigen Orten, die vielen Besucher*innen bislang unbekannt waren.

Um 16:15 Uhr füllte sich der Kinosaal zur Vorführung des Films „All The Colours Of The World Are Between Black And White“. Inspirierend und bewegend begeisterte er das Publikum mit seiner Botschaft über Vielfalt und Inklusion und erzählte die Geschichte zweier junger Männer, die sich im heutigen Nigeria ineinander verlieben.

Ein Duft nach Crêpes und Reisen: die Köstlichkeiten der Frankophonie

Für alle, die Hunger hatten, bot Chez Gustave süße Crêpes an und erfüllte die Flure des CFB mit einem mehr als verführerischen Duft. Diesen Leckereien konnte man kaum widerstehen – einige ließen sich schon direkt bei ihrer Ankunft verführen! Doch damit nicht genug: Die dampfenden Töpfe von Makenene entführten das Publikum in den Reichtum der kamerunisch-afrikanischen Küche. Jeder Bissen erinnerte an ihr Motto: “Where there is good food, there is happiness”.

 

Wenn Musik zur Stimme der Frankophonie wird

Nach Kino und Tanz war bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Musik: Sprachrohr der Frankophonie?“ das Wort gefragt. Moderiert wurde sie von Pascal Thibaut, einem französischen Journalisten, der seit über 35 Jahren in Berlin lebt und für Radio France Internationale (RFI) arbeitet. Die Diskussion versprach ebenso spannend wie rhythmisch zu werden.

An seiner Seite nahmen fünf Gäste, fünf Talente und fünf unterschiedliche Lebenswege an dem Gespräch teil:

Hervé Mandina (alias DJ Facemaker), der seit fünfzehn Jahren die Sendung Afro-Club Deluxe auf RFI moderiert, zog das Publikum mit seinen Anekdoten über afro-frankophone Musik und die Trends, die seine Hörer*innen begeistern, in seinen Bann.

Francis Gay, französischer Journalist, der 1981 nach Deutschland kam und heute die Musikredaktion von Radio Cosmo leitet, erzählte, wie Musik sein Leben und seine Projekte geprägt hat – und wie sie weiterhin frankophone Kulturen weltweit miteinander verbindet.

Bereichert wurde das Gespräch außerdem durch die Anwesenheit von drei Künstler*innen mit sich ergänzenden künstlerischen Welten.

Katavia, von Pascal als „die Jüngste“ bezeichnet, eine junge frankophone Elektropop-Sängerin, sprach über ihre Bühnenerfahrungen in Berlin und darüber, wie wichtig es ist, zeitgenössische Musik zu verbreiten, die Tradition und Moderne verbindet. Ihre Musik – an der Schnittstelle ihrer deutsch-französischen Herkunft und ihrer Schweizer Nationalität – spiegelt den Reichtum und die Vielfalt der Frankophonie wider und verbindet kulturelle Einflüsse mit persönlichen Erfahrungen.

Fakera, geboren in Madagaskar und aufgewachsen in Senegal, brachte eine ansteckende, fröhliche Energie mit und erzählte, wie sie durch Afro Soul universelle Botschaften vermittelt und zugleich ihre afrikanischen Wurzeln feiert.

Schließlich überraschte Wolfgang Winkler, Singer-Songwriter, das Publikum, indem er den Saal in eine Mitmachbühne verwandelte: Ein deutsch-französisches Stück lud Groß und Klein dazu ein, mitzusingen, in die Hände zu klatschen und sich von der Musik mitreißen zu lassen.

Mehr als nur eine Podiumsdiskussion war dies ein interaktiver und festlicher Moment. Musik war nicht länger bloß Gesprächsthema, sondern wurde erlebt, gespürt und geteilt – und machte deutlich, dass die Frankophonie dafür da ist, gemeinsam besungen und gefeiert zu werden.

Lachen als gemeinsame Sprache – dank des Baguette Comedy Club

Zweifellos das Highlight der Petite Fête des Francophonies: der ausverkaufte Saal des City Kino Wedding schon bei Ankunft des Publikums – für die Stand-up-Comedy-Show des Baguette Comedy Club!

Als MC führte Céline mit explosiver Energie durch den Abend und nahm die Zuschauer*innen mit durch einen Wirbelwind frankophoner Berliner Talente. Schon in den ersten Minuten war das Gelächter groß.

Das Publikum war begeistert von Julias augenzwinkernden Anekdoten, Mélidas spritziger Energie, Matts pointiertem Humor und Max’ treffenden Witzen, die Missgeschicke von Expats in Berlin in urkomische und zugleich universelle Situationen verwandelten. Jede Punchline, jede absurde Szene brachte den Saal zum Lachen – in einer Atmosphäre voller Verbundenheit zwischen Künstler*innen und Publikum.

Und als wäre das nicht schon genug gewesen, verzauberte auch Célines Hund, das geliebte Maskottchen der Truppe, das Publikum. Seine Auftritte auf der Bühne lösten fast genauso viele Lacher und „Awwws“ aus wie die Sketche selbst. Dieser Abend wird als echtes Konzentrat aus guter Laune und gemeinsamem Lachen in Erinnerung bleiben – ein Moment, in dem die französische Sprache Menschen durch Humor zusammengebracht hat.

 

Musik: das Herz des Abends und der Frankophonie!

Zum krönenden Abschluss vibrierte das Centre Français de Berlin bei einem Konzert und einem Afro-House-DJ-Set unserer beiden Künstler*innen Katavia und DJ Facemaker mehr denn je.

Katavia zog das Publikum mit ihrer großartigen, emotionsgeladenen Stimme in den Bann. Die Präzision ihrer Songs berührte das Publikum tief und bewies, dass frankophone Musik ihren festen Platz auf der Berliner Bühne hat.

Ab 22 Uhr übernahm DJ Facemaker und verwandelte das Foyer in einen echten Afrobeat-Dancefloor! Mit seiner explosiven Auswahl aus Afro-Rhythmen, elektronischen Grooves und frankophonen Vibes war Stillstehen unmöglich. Die Teilnehmenden begannen sogar eine Polonaise, die in einem euphorischen Moment nach und nach alle mitriss.

Es lebe die Frankophonie!

Ein großes Dankeschön auch an das gesamte CFB-Team für sein Engagement sowie an unsere Partner – das DFJW, das Institut français Deutschland, das Saarland, das Land Berlin und die Partnerbotschaften – für ihre wertvolle Unterstützung, die diesen Abend möglich gemacht hat.

Wir sehen uns am 21. Juni 2026 zur Fête de la Musique im CFB – auch da freuen wir uns auf eine große Party mit euch!