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Austauschprojekte

Inklusion in Aktion

By 16. März 2026März 20th, 2026No Comments

Inklusion in Aktion in Berlin

Die zweite Phase unseres interkulturellen Austauschs, der die Grenzen der Behinderung überwindet

Nicht mehr nur zwischen Paris und Berlin – sondern jetzt wirklich europäisch!

Im August 2024 organisierten das Centre Français de Berlin, der Verein Peuple et Culture sowie die Sportorganisationen Novosport und Pfeffersport einen Austausch zum Thema des inklusiven Sports in Paris, angelehnt an die Olympischen und Paralympischen Spiele. Teilnehmende mit und ohne Behinderung konnten so eine einzigartige sportliche und menschliche Erfahrung erleben, die Sport, Entdeckungen und interkulturelle Aktivitäten miteinander verband.

Der große Erfolg dieser Austauschwoche veranlasste die Projektbeteiligten, die Partnerschaft zwischen Paris und Berlin zu einer breiteren europäischen Zusammenarbeit auszuweiten, an der auch der Sportverein Sport Atlantique Mérignacais (SAM) Cohésion sociale aus Bordeaux sowie der polnische Bildungsverein Do Celu beteiligt sind.

Insgesamt 37 Teilnehmende aus Deutschland, Frankreich und Polen trafen sich somit Ende September 2025 in Berlin und wurden kurz vor Beginn der Renovierungsarbeiten im Hotel des CFB untergebracht.

Inklusiver Sport, aber interkulturell

Sport ist ein echtes Instrument des Zusammenhalts, was während des Austauschs in Berlin erneut bestätigt wurde. Die Teilnehmenden der verschiedenen Vereine konnten sich über ihre jeweiligen Sportarten austauschen, insbesondere durch die Teilnahme an zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten wie inklusivem Volleyball und Handball, Rollstuhlfußball, Boccia, Boxen, Baskin oder Discgolf.

Parallel dazu ermöglichten Sprachaktivitäten sowie kulturelle und städtische Besichtigungen den Teilnehmenden, die Sprachen der Partner sowie das Berliner Kulturerbe zu entdecken.

Nachdenken über Inklusion

Ein Highlight der Woche war die Organisation einer Podiumsdiskussion zu Themen der Inklusion im Sport und im Management internationaler Austauschprogramme, an der Persönlichkeiten aus dem Sport und der internationalen Mobilität teilnahmen. Die Gesprächspartner aus dem Vereinsbereich waren Loris Kergavat, Clinton Kieda-Sisidi, Luca Puppe und Paulina Peresada-Mąkosa, Animateur*innen der Vereine SAM Omnisport, Novosports, Pfeffersport und Do Celu. Auch Tim Tschauder, Inklusion-Manager des Landessportbundes Berlin, Lisa Kenning, Projektleiterin Diversität und Partizipation des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), sowie Florian Fangmann, Geschäftsführer des Centre Français, äußerten sich zu diesem Thema. Alle waren sich einig, dass es von großer gesellschaftlicher Bedeutung ist, Projekte wie „Inklusion in Aktion“ zu fördern, was jedoch ohne politische und finanzielle Unterstützung nicht möglich ist.

Die Veranstaltung regte zu einem transnationalen und multidimensionalen Nachdenken an, bei dem logistische, symbolische, menschliche und politische Aspekte des Themas angesprochen wurden und die Bedeutung dieses Projekts zum Ausdruck kam, welches das Weimarer Dreieck zusammenbringt, um solche aktuellen Themen voranzubringen.

Ein voller Erfolg

Erneut freuten sich die Teilnehmenden darüber, dass sie eine so wertvolle interkulturelle Erfahrung machen konnten, die sie aus ihrem Alltag herausholte:

Es war sehr interessant, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen, die ebenfalls eine Behinderung haben.“

„Ich war ja das erste Mal dabei […] und das war einfach eine schöne Erfahrung, das mitzuerleben.“

„In Berlin wird mehr Wert auf Barrierefreiheit gelegt. Wenn man in die U-Bahn einsteigen möchte, muss man nur den Fahrer bitten, eine Rampe auszufahren.“

„Ich wünsche mir, dass im Sport das Wort ‚Inklusion‘ noch weiter verbreitet wird, als es jetzt gerade aktuell der Fall ist.“

→ Den kompletten Interview-Reel auf Instagram ansehen

Eine dauerhafte Zusammenarbeit

Die Kontinuität und Erweiterung der Partnerschaft zielen darauf ab, ein echtes Netzwerk für den interkulturellen Austausch im inklusiven Sport aufzubauen. Dies ermöglicht auch die Emanzipation und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen, die nach und nach Verantwortung für die Organisation inklusiver Jugendinitiativen auf internationaler Ebene übernehmen.

Danksagung:

Vielen Dank an die Teilnehmenden und Teammitglieder:  Agnieska, Alain, Alexandre, Anita, Christine, Clinton, Damian, Dawid, Dawid, Elodie, Gabriel, Gaétan, Jan, Jean-Robert, Loris, Luca, Lucas, Marcel, Marta, Mathieu, Michael, Milena, Natalia, Ola, Oskar, Paulina, Said, Sony, Stephanie, Telse, Thomas, Tim, Wiktoria, Youcef.

Vielen Dank an die Partnerorganisationen: Do Celu, Novosports, Peuple et Culture, Pfeffersport und SAM Cohésion sociale.

Vielen Dank an die Mitarbeiter*innen des CFB, die an diesem Projekt mitgewirkt haben : Oussama Ben Abda, Claire Boussuge, Marie Daumen, Marine Debiais.

Für die finanzielle Unterstützung : Erasmus+, OFAJ/DFJW, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin und der Landessportbund Berlin.